Der Deutsche Wetterdienst nutzt Netapp-Systeme
Schneller als der Blitz
Um schnell vor Unwettern oder Nebelbänken warnen zu können, muss der Deutsche Wetterdienst meteorologische Informationen schnell weitergeben. Eine leistungsfähige Speicherlösung sorgt dabei für reibungslose Abläufe.

„Typisches Winterwetter“, denken wir uns oft an diesen Tagen. Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit machen den Menschen tiefe Nebelschwaden und Stop-and-go-Verkehr auf der ohnehin schon dicht befahrenen Autobahn das Leben schwer. In solchen Situationen kommt es häufig zu einem Unfall. Im Fall der Fälle müssen Rettungsdienst und Helfer sehr schnell vor Ort sein, um Verletzten zu helfen. Gerade Piloten des Rettungshubschraubers benötigen hierfür eine rasche und präzise Analyse der Wettersituation.
Üblicherweise liefert der Deutsche Wetterdienst die notwendigen Informationen, beispielsweise über Verlauf und Höhe von Wolken und Nebelbänken. Hierfür liefern mehrere tausend Messstationen Daten über die aktuelle Wetterlage. Im Schnitt dauerte diese Auswertung bislang zwischen zehn und 15 Sekunden – eine Menge Zeit, wenn eine sofortige Situationsanalyse gefordert ist und Menschenleben akut in Gefahr sind.
Nach einer Analyse der IT war der Grund für die verzögerte Bereitstellungszeit schnell gefunden. Die heterogene IT-Landschaft machte der Organisation zu schaffen. So waren bislang die Daten auf verschiedenen Speicherplatten verteilt, weswegen auch die Geschwindigkeit des bisherigen Systems nicht erhöht werden konnte. Der Deutsche Wetterdienst stand nun vor der Wahl, ob er Server mit extra großem Hauptspeicherbereich, flashbasierte Speicher oder eine flexible und erweiterbare Speicherlösung implementieren sollte.
Da Server mit großem Hauptspeicherbereich und flashbasierte Speicher nicht flexibel genug auf zukünftige Anforderungen reagieren können, setzt der Deutsche Wetterdienst seit dem Jahr 2011 an über 15 Standorten SSD Shelves (Solid-State-Drive) von Netapp ein. Diese unterstützen u. a. die Visualisierungslösung Ninjo, die gemeinsam mit Instituten aus Kanada, der Schweiz, Dänemark und dem Geoinformationsdienst der Bundeswehr weiterentwickelt wird. Das System basiert auf Java und ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen sowie individuelle Konfigurationen und Darstellungen von Produkten.
Die perfekte Zusammenarbeit von Hard- und Software spielt insbesondere beim Abbilden der Wetterinformationen eine große Rolle. So benötigt der Deutsche Wetterdienst seit dem Einsatz der neuen Hardware nur noch eine Sekunde, um die gewünschten Wetterdaten abzurufen und visuell darzustellen, und ist somit etwa zehn Mal schneller als vorher.
Zusätzlich sind Beobachtungs- und Fernerkundungsdaten in hoher zeitlicher Auflösung darstellbar, so dass die aktuelle Wetterlage noch detaillierter und sekundengenauer sichtbar wird. Beispielsweise erhöht sich die Prognosegenauigkeit, ab wann ein Flughafen wegen Gewitter oder dichtem Nebel schließen muss. Auch betriebswirtschaftlich hat sich die neue Lösung für den Deutschen Wetterdienst ausgezahlt. So lassen sich die insgesamt 145 Netapp-Systeme mit 2,9 Petabyte Datenvolumen weiterhin mit nur einer Vollzeit- und zwei Teilzeitkräften administrieren.
Der Deutsche Wetterdienst ist durch die eingesetzten SSD Shelves für künftige Herausforderungen gerüstet. Denn egal ob neue Satelliten, Messstationen oder vernetzte Datenbanken hinzukommen, die Speichersysteme können flexibel und bei Bedarf ständig erweitert werden. „Mit unseren langjährigen Partnern Netapp und Fujitsu haben wir die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen“, sagt Alexander Harth, Referatsleiter beim Deutschen Wetterdienst. „Und in Zukunft wollen wir mit Hilfe des ,ONTAP 8 Cluster‘-Mode die Migration eines kompletten Dateiservers auf einen anderen völlig ohne Ausfallzeiten bewerkstelligen.“
Der Deutsche Wetterdienst
Der 1952 gegründete Deutsche Wetterdienst (DWD) ist als nationaler meteorologischer Dienst der Bundesrepublik Deutschland mit seinen Wetter- und Klimainformationen für die Daseinsvorsorge tätig. Zu seinen Kernaufgaben gehören die meteorologische Sicherung der Luft- und Seeschifffahrt und das Warnen vor meteorologischen Ereignissen, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährlich werden können.
Im Internet: www.dwd.de
Bildquelle: iStockphoto.com/Evgeniy1
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