GfK Austria setzt auf Technogroup
Was Marktforscher erwarten
Bei der Wartung seiner Hardware setzt das Marktforschungsunternehmen GfK Austria auf die Serviceleistungen eines Drittanbieters.

Harald Neustetter ist seit 2002 bei der GfK Austria für das Rechenzentrum verantwortlich und seit 2010 IT-Leiter.
Die GfK-Gruppe versteht sich als Full-Service-Institut und Wissenslieferant. Als traditionsreiches Unternehmen schätzt man Kontinuität, langfristige Kundenbindungen und beständige Leistung. Geboten werden Services für alle wichtigen Konsumgüter-, Pharma-, Medien- und Dienstleistungsmärkte. Dabei ist das Angebot in zwei Sektoren aufgeteilt: Zum einen liefern die „Consumer Choices“ Daten, die Entscheidungen und Tätigkeiten der Verbraucher widerspiegeln. Zum anderen geht es bei den „Consumer Experiences“ um Verhalten und Einstellungen der Verbraucher bzw. darum, wie Menschen die Welt wahrnehmen und erfahren.
Das Herz der Marktforschung
Im Jahr 1950 als Dr. Fessel-Institut für Marktforschung gegründet, ist die GfK Austria seit 1972 in die Gruppe integriert. Heute arbeiten in der österreichischen Niederlassung in Wien rund 200 Angestellte. Die Kunden des Marktforschungsinstituts stammen aus den Branchen Industrie, Handel, Dienstleistung, Medien und Informationsdienstleistungen. Sie erwarten von den Research-Teams Erkenntnisse, um sich in angestammten oder neuen Märkten gegenüber den Wettbewerbern zu profilieren. Traditionell werden in der IT-Landschaft der Österreicher HP-Server und -Switches eingesetzt. Jeweils 45 Server und Switches sollen für einen reibungslosen Betrieb sorgen – und das bei hoher Verfügbarkeit. Im operativen Bereich fallen bis zu drei Terabyte Daten an. Davon werden ca. 70 Gigabyte pro Tag verarbeitet und auf bis zu 1.000 BackupBändern pro Jahr gespeichert.
Über das Datenmanagement hinaus besitzt die IT eine Schlüsselfunktion, sei es bei Online- und Telefonbefragungen oder bei Vis-à-vis-Befragungen per Laptop in Studios oder an öffentlichen Orten. Eine neue Erhebungsmethode nutzt die Telefonie auf andere Weise: Dabei wird nicht der Benutzer angerufen, sondern der Interviewpartner selbst kann anrufen und seine Meinungen äußern.
Daten als Lebenselixier
Eine weitere Methode der Datenerhebung sind Langzeitstudien. Dabei werden nach einem festgelegten Zeitraum erneut Befragungen zum gleichen Themenkomplex durchgeführt. Hier muss die IT-Abteilung alle in der Vergangenheit erhobenen Daten sicher aufbewahren und bei Bedarf wieder zugänglich machen. Denn die Ergebnisse der Langzeitstudien sind für die Kunden wichtig, zeigen sie doch alle Veränderungen und Trends auf. Vor diesem Hintergrund besitzt das IT-Zentrum der Marktforscher hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit. Die Infrastruktur des Rechenzentrums unterliegt einem hohen Sicherheitsstandard und verfügt u. a. über Brandschutz, zentrale USV, Videoüberwachung bis hin zur Zwei-Phasen-Zugangskontrolle.
Wichtigstes Gut der Marktforscher sind die erhobenen Daten, die unter Berücksichtigung der höchsten Sicherheitsstufe gespeichert werden. „Datenklau würde den Verlust unserer Seriosität bedeuten. Nur mit der absoluten Sicherung der erfassten Daten können wir uns vom Markt abheben und bestehen. Eine Verwendung der ermittelten Daten für einen Verkauf an Dritte oder eine Publizierung ist nicht vorstellbar und würde einen desaströsen Imageverlust nach sich ziehen“, erklärt Harald Neustetter, der bereits seit 2002 bei der GfK Austria für das Rechenzentrum verantwortlich ist und seit 2010 die Leitung der IT innehat. Um Datenverluste zu vermeiden, nutzen die Österreicher eine moderne Speicherlösung von Netapp. Diese sichert die Daten derzeit am Standort Wien mittels Bandroboter. Zukünftig sollen die Daten in die Zentrale nach Nürnberg gespiegelt werden, um maximale Ausfallsicherheit zu gewährleisten.
Desweiteren besitzt das Business Continuity Management (BCM) höchste Priorität, denn nahezu alle Prozesse gelten als kritisch, da sämtliche Kommunikationsformen über die IT laufen. Von daher werden mehrmals im Jahr im Rahmen interner BCM-Meetings alle denkbaren Situationen diskutiert, die zum Stillstand kritischer Prozesse führen könnten. „Ein weiterer Tagesordnungspunkt der BCM-Treffen ist der Austausch von Erkenntnissen und Erfahrungen der Kollegen untereinander“, betont Harald Neustetter. Darüber hinaus findet mindestens einmal jährlich eine umfangreiche unabhängige Sicherheitsprüfung statt.
Um den Erwartungen an die Verfügbarkeit zu entsprechen, geht das Unternehmen auch beim IT-Service keine Kompromisse ein und nutzt den Wartungsservice der Technogroup aus Hochheim. Dabei erfolgte der Erstkontakt zu dem „Third Party Maintenance“-Anbieter auf Empfehlung einer der Beraterfirmen der GfK. Für den Dienstleister sprach u. a., dass alle HP-Systeme, auch die, die außerhalb des End-of-Life-Zeitfensters (EOL) liegen, kostengünstig gewartet werden konnten. In Kombination mit dem Know-how der IT-Techniker besitzt das Anwenderunternehmen damit eine Serviceplattform, die rund um die Uhr – also 24 x 7 – verfügbar ist.
Deutschland im Durchschnitt
Haßloch, eine kleine Gemeinde im Landkreis Bad Dürkheim nahe dem Ballungszentrum Mannheim/Ludwigshafen, wurde vor vielen Jahren von der GfK Gruppe als der „durchschnittliche Ort“ in Deutschland ausgewählt: Dieser Ort gilt als Testmarkt für das GfK-Instrument „Behaviour Scan“ und als Plattform, um vor allem die Wirkung von Fernsehwerbung zu untersuchen und die Neueinführung von Produkten zu simulieren.
Die GfK-Gruppe
Vor rund 80 Jahren als erstes deutsches Marktforschungsinstitut gegründet, zählt das Unternehmen heute zu den größten Marktforschungsunternehmen weltweit und beschäftigt über 11.000 Mitarbeiter. Aus mehr als 100 Ländern liefern 150 operative Unternehmen das Wissen zu Märkten und Branchen, das die Kunden für ihre Entscheidungen brauchen. Der Hauptsitz der Gruppe ist Nürnberg; Sitz der rund 200 Mitarbeiter beschäftigenden GfK Austria ist Wien.
Im Internet: www.gfk.at
Titelinterview
mit Martin Kinne, General Manager DACH und Geschäftsführer der Siemens Enterprise Communications GmbH und Co. KG
Organisation
Dienstleistungen: Gut in Schuss bleiben
Infrastrukturen
Rechenzentren: Notfallplan in der Schublade
Meistgelesene Artikel
IBM bringt Pure-Flex-Edition mit IBM i heraus
Silbernes AS/400-Jubiläum
Interview mit Michael Görner, Direktor des Geschäftsbereiches IBM beim IT-Großhändler Tech Data
„Das ganze Potential der Cloud voll nutzen!“
Wilhelm Koch kombiniert IBM i und Smarter Commerce
Mehr als ein neuer Webshop
Verknüpfung von Collaboration- und Social-Software
Bereitstellen und beten
Kommentar
Netzneutralität per Gesetz sichern
Interview mit Martin Kinne, General Manager DACH und Geschäftsführer der Siemens Enterprise Communications GmbH und Co. KG, über die effiziente Zusammenarbeit in global verteilten Teams und die Vorteile einer einheitlichen Kommunikationsplattform für Unternehmen... mehr lesen »
Mit der Unternehmenshardware verhält es sich im Prinzip wie mit dem eigenen Automobil – wird sie regelmäßig gewartet, sollen Pannen möglichst vermieden werden. Das jedenfalls versprechen IT-Dienstleister, doch rechnen sich entsprechende Services letztlich überhaupt?... mehr lesen »
Bei Serverausfällen im Rechenzentrum ist schnelles Handeln gefragt. Wohl dem, der dafür einen erfolgreichen Notfallplan in petto hat... mehr lesen »








