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Sanfte Migrationspfade

Von: Ina Schlücker

Die sukzessive Einführung neuer Kommunikationsdienste mit der Integration bestehender Telefonanlagen – also die sanfte Migration – gilt bei Unified-Communications-Projekten als erfolgversprechend.

Unified Communications (UC) ermöglicht es Unternehmen unterschiedliche Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon, Handy, Instant Messaging oder Videokonferenzen unter einer Nutzeroberfläche zusammenzuführen. Dabei wird oft der Eindruck erweckt, UC gäbe es als Produkt von der Stange. In der Realität geht es aber um individuelle Anpassungen, wie Heidi Ganser-Muhs, Director Portfolio-Strategie bei Cycos, erklärt: „Nach einem Einstiegsprojekt, etwa der Einführung von Unified Messaging oder CTI geht es Schritt für Schritt weiter, beispielsweise mit einer Konferenzlösung und Collaboration.“ Wirklich vollständig abgeschlossene Projekte mit kompletten, in die Geschäftsprozesse integrierten UC-Lösungen seien eher noch die Ausnahme.

Demgegenüber verweist Carolin Diana Müller (siehe Foto rechts), Produktmanagerin UC bei Microsoft, auf eine Forrester-Studie aus dem letzten Jahr. Diese besagt, dass 83 Prozent der Unternehmen in Nordamerika und Europa bereits UC-Lösungen evaluieren, testen und implementieren. Allein auf Deutschland bezogen, gibt sich Joachim Adolphi, Systems Engineering UC bei Cisco, bedeckter: „Hierzulande hat etwa jedes zweite Unternehmen UC-Projekte umgesetzt, befindet sich in der Umsetzung oder plant dies in den kommenden zwei Jahren.“ Über erste erfolgreiche UC-Referenzen berichtet Lutz Klaus, Marketingleiter bei Nortel. Dazu gehört das konvergente Sprach- und Datennetz bei Arvato Systems oder dem Schweizer Medienunternehmen Ringier an.

Burda Digital Systems nutzt ebenfalls UC-Technologien, um den Anforderungen an eine team- und profitcenter-übergreifende Zusammenarbeit gerecht zu werden. „Wichtig ist der Abbau von Medienbrüchen durch die intelligente Vernetzung bestehender Kommunika­tionskanäle wie E-Mail, Telefon, Sprachnachrichten, und Fax. Ergänzt werden diese Funktionen durch SMS, Instant Messaging und Videokonferenzen“, zählt Jörg Klaeden (siehe Foto rechts), COO IT-Services bei Burda Digital Systems, die genutzten UC-Funktionalitäten auf. Für die Realisierung entschied sich die IT-Tochter der Hubert Burda Media für den Microsoft Office Communication Server (OCS), der in einem zentralisierten Ansatz mit dem SIP-basierten Open Scape Voice Server aus dem Hause Siemens Enterprise Networks (SEN) kombiniert wird.

Einen konkreten Anlass für den Umstieg auf Unified Communications gab es bei der Voith IT Solutions GmbH. „Wir mussten ein PC-Fax-System, das nicht mehr unseren Anforderungen entsprach, ablösen“, berichtet Stefan Gerny (siehe Foto rechts), Systems Engineer bei Voith. Die Entscheidung fiel dabei zugunsten von IXI-UMS von Servonic. „Primär nutzen wir heute die Fax-Funktionalität, aber auch die Dienste SMS und Voice Mail werden angeboten“, so Gerny. Insgesamt wird die UC-Lösung an sechs Niederlassungen von insgesamt über 1.700 Anwendern genutzt.

Wie diese Beispiele zeigen, sind die Gründe vielfältig, warum sich Unternehmen von ihren alten Kommunikationsstrukturen verabschieden. „Die Stärke von UC liegt vor allem darin, dass Kommunikation direkt in Anwendungen integriert werden kann“, erklärt Rainer Koppitz, Geschäftsführer Deutschland bei SEN. Das beschleunige nicht nur die Geschäftsabläufe, sondern führe auch zu einer verbesserten Teamarbeit und Kundenkommunikation. Gerade Mitarbeiter in Großunternehmen sind häufig unterwegs, betont Carolin Diana Müller. Um Kosten für Geschäftsreisen zu senken und die Kommunikation und Zusammenarbeit ihrer Mitarbeiter zu verbessern, setzen sie auf Collaboration und Webkonferenzen. „Als weiterer Grund für die UC-Einführung wird häufig die Senkung von Kosten angeben, zum Beispiel durch die Konsolidierung der ITK-Infrastruktur und niedrigere Verbindungsentgelte“, ergänzt Hans Jürgen Jobst, Produktmanager bei Avaya.


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