28.07.2011
Backup und Hochverfügbarkeit
Von: Lea Sommerhäuser

DLR vertraut auf Atempo und Assistra

Backup und Archivierung

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sichert ab sofort sämtliche Daten aus dem Columbus-Forschungsprojekt der Internationalen Raumstation ISS mit der Backupsoftware Atempo Time Navigator und sorgt so im Notfall für schnelles Disaster Recovery der Daten.


Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt.

Im Rechenzentrum des Deutschen Raumfahrtkontrollzentrums (German Space Operation Center bzw. GSOC) – der wichtigsten Institution der bemannten europäischen Raumfahrt – laufen Daten aus Experimenten, Überwachung und Betrieb des europäischen Forschungslabors Columbus zusammen. Durch das neue Backup-Konzept, das zusammen mit dem Atempo-Partner Assistra entwickelt und implementiert wurde, kann das DLR die Daten nun zuverlässig sichern und notfalls schnell wiederherstellen. Zusätzlich werden künftig rund 50 TB Daten aus den Jahren 2008 und 2009 mit der Archivierungssoftware Atempo Digital Archive auf Tape vorgehalten.

„Wir arbeiten in der Luft- und Raumfahrt mit extremen Sicherheitsanforderungen, die bereits die Installation von Standardsystemen zur Herausforderung machen. Sollte ein System ausfallen, würde die ganze Welt auf uns schauen“, so Dr. Rolf Kozlowski, stellvertretende Leitung der Abteilung Kommunikation und Bodenstationen beim DLR. Die Sicherheit der Columbus-Daten – bestehend aus Sprach-, Video- und Messdaten – steht dementsprechend an oberster Stelle. Zu Beginn des Columbus-Projekts im Februar 2008 war ein ausfallsicherer Betrieb über das zunächst installierte Storage- und Backup-Konzept jedoch nicht gewährleistet: Die Lösung erwies sich bereits nach kurzer Betriebszeit als instabil und schwer administrierbar.

Jetzt arbeitet das DLR mit einem NAS-Cluster auf der Basis von zwei Hitachi-NAS-Produkten in Kombination mit USP VM Speichersystemen – im Prime- und gespiegelt im Backup-Rechenzentrum. Das Backup des gesamten Speichersystems wird zentral mit dem Atempo Time Navigator vorgenommen. Die Software sichert die Daten im Backup-Rechenzentrum täglich inkrementell auf eine Tape Library und nimmt alle zwei Wochen ein Full-Backup für die 14 File-Systeme der insgesamt sechs eigenständigen Subsysteme des DLR vor. Durch verschiedene Backup-Policies je Subsystem werden die rund 20 TB Backupdaten gleichmäßig über die Zeit verteilt und Engpässe vermieden. Dabei können die Daten von den Speicheradministratoren, so heißt es, über die intuitive Software-Oberfläche des Time Navigator wiederhergestellt werden.

In naher Zukunft sollen die Daten zusätzlich mit der Archivierungssoftware Atempo Digital Archive zur Speicherplatzoptimierung und zur langfristigen Datenvorhaltung bis zehn Jahre nach Abschluss des Projekts vorgehalten werden – zum jetzigen Stand also mindestens bis 2030. Sämtliche Daten, die älter als diejenigen des Vorjahres sind, werden dann mithilfe von Digital Archive zur Speicherplatzoptimierung komplett von dem Diskspeicher auf die kostengünstigeren Bänder der Tape Library verschoben. „Durch die Optimierung der Datenspeicherung und -sicherung haben wir die Anzahl der Ausfälle reduziert – wie auch die damit verbundenen Kosten. Durch unsere neue Backuparchitektur können wir unsere Daten nun jederzeit schnell wiederherstellen – und im Notfall auf Assistra sowie den deutschen Atempo-Support vertrauen“, zieht Dr. Kozlowski sein Fazit.

www.dlr.de
www.atempo.com

Bildquelle: © kladu/pixelio.de


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