Daniel Smuda, CareerBuilder
„Facebook ist ein guter Multiplikator für die Personalarbeit"
Interview mit Daniel Smuda, Managing Director der CareerBuilder München GmbH, welche die JobScout24 GmbH mit Wirkung zum ersten Oktober aufgekauft hat, über Personalrekrutierung in Zeiten des Web 2.0.

„Unsere Aufgabe ist es, Bewerbern im Auftrag unserer Kunden auf eine möglichst nutzerfreundliche Art und Weise ein breit gefächertes Angebot an Stellenanzeigen zu präsentieren und ihnen mit hilfreichen Tipps für den Bewerbungsprozess zur Seite zu stehen", meint Daniel Smuda, Managing Director der CareerBuilder München GmbH.
IT-DIRECTOR: Auf welchem Wege rekrutieren Großunternehmen heute ihr Personal?
D.Smuda: Laut einer aktuellen Studie des BITKOM rekrutieren 95% aller Unternehmen Mitarbeiter via Internet, also über die eigene Homepage, Social Media oder eben Online-Stellenbörsen. Damit passen sich Personalverantwortliche nicht zuletzt auch dem Medien- und Suchverhalten ihrer Zielgruppe an: 90% der Jobsuchenden nutzen das Netz als bevorzugte Quelle (Enigma GfK, 2008).
IT-DIRECTOR: Was halten Sie davon, Personal über soziale Netzwerke zu rekrutieren?
D.Smuda: Mit über 21 Millionen registrierten Nutzern in Deutschland ist Facebook unbestritten das größte soziale Netzwerk. Gerade in großen Unternehmen sind Social Media deshalb längst ein fester Bestandteil im Kommunikationsmix – und dazu gehört natürlich auch das Thema Recruiting. Laut BITKOM nutzen 58% der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern soziale Netzwerke für ihre Recruiting-Aktivitäten. Häufig beschränken sich diese Maßnahmen allerdings auf klassisches Employer-Branding – nicht zuletzt, weil die Integration eines Stellenmarktes auf der unternehmenseigenen Facebook-Seite als zu aufwändig erachtet wird. JobScout24 bietet seinen Kunden seit einigen Monaten eine kostenlose Facebook-App an, die diese Aufgabe mit wenigen Mausklicks erledigt. Wir sind der Meinung, dass gerade Facebook mit seiner immensen Nutzerzahl und seinen diversen Empfehlungsfunktionen ein guter Multiplikator für die Personalarbeit und damit eine perfekte Ergänzung zu klassischen Online-Stellenbörsen und zum Karriere-Bereich auf der Unternehmens-Website ist.
IT-DIRECTOR: Haben Sie Social-Media-Plattformen in Ihr Jobportal integriert? Wenn ja, wie sind die Resonanzen der User?
D.Smuda: Mit unserer Facebook-App bieten wir Kunden eine ebenso einfache wie effiziente Möglichkeit, die bei JobScout24 geposteten Stellenanzeigen in Form eines vollwertigen Stellenmarktes in ihre Facebook-Präsenz zu integrieren. Die Aktualisierung dieses Stellemarktes erfolgt automatisch und ohne zusätzlichen Administrationsaufwand. 10% unserer Kunden haben diese App bereits installiert – Tendenz steigend.
IT-DIRECTOR: Wie viele Bewerber suchen in welchen Branchen über Ihr Jobportal nach Stellen?
D.Smuda: Die Kunden von JobScout24 stammen aus den unterschiedlichsten Branchen. Damit erreichen wir eine möglichst breite Nutzerschaft und damit auch Bewerber, die nicht auf spezielle Branchen fixiert sind. Gerade für Tätigkeitsprofile wie IT-Adminstration oder Accounting ist Branchen-Know-how weitestgehend irrelevant. Deshalb betrachten wir in der Regel auch eher die Verteilung auf Tätigkeitsbereiche als die nach Branchen. Grundsätzlich ist, passend zu unserem breitgefächerten Stellenanzeigen-Angebot, unsere Nutzerschaft gut auf unterschiedlichste Bereiche verteilt. Die Top-Tätigkeitsbereiche sind Vertrieb (19%), Consulting (17%) sowie IT und Telekommunikation (14%).
IT-DIRECTOR: Wie sieht die Erfolgsquote von Bewerbern über die Bewerbungsfunktion mittels Ihres Jobportals aus?
D.Smuda: Als Online-Stellenbörse ist JobScout24 zwar der Türöffner für den Dialog zwischen Arbeitgebern und Bewerbern, fungiert jedoch nicht als Personalvermittler bis zum Vertragsabschluss. Unsere Aufgabe ist es, Bewerbern im Auftrag unserer Kunden auf eine möglichst nutzerfreundliche Art und Weise ein breit gefächertes Angebot an Stellenanzeigen zu präsentieren und ihnen mit hilfreichen Tipps für den Bewerbungsprozess zur Seite zu stehen. Die nachgelagerten Prozesse von der Bewerberauswahl über Vorstellungsgespräche oder Assessments bis hin zum konkreten Vertragsabschluss können wir in der Regel nicht mehr verfolgen.
Titelinterview
mit Stefan Maierhofer, Senior Director für Zentral- und Osteuropa bei F5 Networks
Titelthema
IT-Infrastrukturen: Ruckzuck von 0 auf 100
Software
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