22.09.2011
Infrastruktur
Von: Lea Sommerhäuser

Uni Leipzig entscheidet sich für IBM

Flexible Speicherinfrastruktur

Das Institut für Informatik der Universität Leipzig hat sich für den Aufbau einer Speicherinfrastruktur mit einem IBM-Speichersystem entschieden.


Seit Anfang Dezember 2009 steht der Uni Leipzig dank IBM eine moderne z9 für die Mainframe-Ausbildung zur Verfügung.

Ziel war dabei, eine flexiblere Speicherinfrastruktur als bisher mit hoher Skalierbarkeit, hoher Leistung und Verfügbarkeit für die Mainframe-z/OS-Ausbildungsumgebung aufzubauen. Das Institut unter Leitung von Professor Dr. Gerik Scheuerman befasst sich im Bereich Technische Informatik von Prof. Martin Bogdan seit vielen Jahren mit der akademischen Ausbildung im Mainframe-Bereich. Diese Ausbildung kann jetzt mit einem höheren Servicelevel auf der Speicherseite durchgeführt werden.

An der Universität Leipzig werden seit über zehn Jahren Informatik-Lehrveranstaltungen im Mainframe-Bereich angeboten. Dazu gehören Vorlesungen im Winter- und Sommersemester und zugehörige praktische Übungen. Letztere beziehen sich auf Tutorials, die Themen zu allen Subsystemen unter z/OS beinhalten. Die Tutorials wurden am Institut für Informatik ursprünglich für das Betriebssystem OS/390 V. 2.7 entwickelt. Mit der Inbetriebnahme des IBM-System-z-Servers Ende 2009 konnten diese auf z/OS V 1.8 portiert werden. Auf der IBM-Maschine laufen nicht nur die praktischen Übungen der Lehrveranstaltungen am Institut für Informatik der Universität Leipzig, sondern auch die weiterer Universitäten und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum.

Mit zunehmender Akzeptanz der studentischen Ausbildung im Mainframesektor der deutschen Hochschulen wuchsen auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Servers in Leipzig, insbesondere an die Speicherinfrastruktur. Bis Ende Juni 2011 bestand diese aus einem Enterprise Storage Server (ESS2105) mit 2 TByte externer Speicherkapazität. Durch den Betrieb unterschiedlicher Betriebssysteme und Versionen davon (z/OS 1.8, 1.5, z/VM, zLinux) wurde eine sichere, flexible Speichertechnik mit geringerer Leistungsaufnahme und hoher Skalierbarkeit notwendig. Durch ein Speichersystem DS6800 konnte die Grundlage für ein erweitertes, anspruchsvolles z/OS-Ausbildungssystem im deutschsprachigen Raum geschaffen werden.

Die Speicherkapazität wurde um das Dreifache auf 6 TByte erhöht, die Leistungsaufnahme dabei um ca. 70 Prozent und der Flächenbedarf um 80 Prozent herabgesetzt. Der Betrieb des Mainframe-Servers wird im Rahmen eines parallel erfolgten Umzugs durch moderne Klimatechnik, USV-Technik sowie hohe Sicherheitsstandards garantiert. „Mit dieser leistungsfähigen Mainframe- und Speicherumgebung können wir an der Universität Leipzig unsere z/OS-Ausbildung auf hohem Niveau fortsetzen und sind für die Anforderungen der kommenden Jahre gewappnet“, erläutert Dr. Paul Herrmann, zuständiger Betreuer von der Universität Leipzig.

www.zv.uni-leipzig.de
www.ibm.com

Bildquelle: jedi.informatik.uni-leipzig.de


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