31.05.2011
Zeitschriften, Open Source
Von: Tom Cahill

Kommentar von Tom Cahill, Jaspersoft

Open-Source-BI im öffentlichen Sektor

Kommentar von Tom Cahill, Vice President bei Jaspersoft, darüber, warum der öffentliche Sektor von quelloffenen Business-Intelligence-Anwendungen (BI) ­profitieren kann


Der Begriff Business Intelligence (BI) vereint Techniken wie Data Warehousing, Data Mining, Analyse und Reporting, mit denen Unternehmen versuchen, ihre Geschäftsabläufe und Kontakte zu verbessern. Durch die Auswertung der so gesammelten und gespeicherten Daten lassen sich mit der passenden Software strategische Erkenntnisse gewinnen, Trends ableiten und Ziele definieren.

BI-Anwendungen sind immer dann effektiv, wenn damit insbesondere große Datenmengen bearbeitet werden, was wiederum den Energieverbrauch von Rechenzentren in die Höhe treibt. In Zeiten begrenzter Ressourcen ist es folglich gerade für Behörden essentiell, Energie und Kosten zu reduzieren. Web-basierte Open-Source-BI-Anwendungen bieten hier eine Alternative zu proprietären Lösungen. Durch ihre Bereitstellung in der Cloud verbrauchen sie weniger Energie, minimieren das Volumen von Hard- und Software, steigern die Mobilität und ermöglichen eine zentralisierte Lagerung oder eine bessere Kontrolle.

Open-Source-Lösungen im BI-Bereich haben auch den Vorteil, dass sie sich durch ihre offene Architektur und Standards nahtlos in bestehende Lösungen integrieren lassen, so dass Behörden genau die Datenvisibilität erhalten, die sie für ein effizientes und effektives Arbeiten benötigen. Da Behörden der Öffentlichkeit besonders verpflichtet sind, sollten sie an einer größtmöglichen Transparenz bei politischen Entscheidungen interessiert sein. BI-Tools können die Überprüfbarkeit von Daten gewährleisten und so diese Transparenz garantieren. Zudem gibt es im Open-Source-BI-Bereich aktive Entwicklergemeinden, die stetig zur Verbesserung und Erweiterung von BI-Lösungen beitragen.

Beim Einsatz von Open-Source-Lösungen kann es allerdings auch zu Problemen wie Software-Inkompatibilität kommen. Gerade in geschäftskritischen Bereichen sind derartige Komplikationen Herausforderungen, die einfach und vor allem schnell gelöst bzw. im Idealfall von Anfang an vermieden werden müssen. Auf der sicheren Seite können Organisationen mit kommerziellen Open-Source-Angeboten sein. Sie verbinden eine ausgereifte Software mit positiven Beiträgen aus einer Entwickler-Community und einem kompetenten Support durch den jeweiligen Anbieter.


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