14.12.2011
Infrastruktur
Von: Christian Thomas

Gemeinde Sylt macht sich unabhängig

Problem gelöst

Der neue Personalausweis bereitet vielen deutschen Städten und Kommunen Kopfzerbrechen: Die neue Applikation der Bundesdruckerei sorgt für technische Komplikationen und einen enormen Zeitaufwand. So auch in der Gemeinde Sylt – zumindest bislang.


Durch die Virtualisierung ihrer Server mittels der VMware-Lösungen haben die Sylter bereits seit 2009 ihr Rechenzentrum verschlankt.

Durch die Virtualisierung ihrer Desktopinfrastruktur und die Integration der Änderungsterminals des neuen Personalausweises in die mit VMware View virtualisierte Umgebung konnte das größte Problem, die starke Hardware-Abhängigkeit, jetzt gelöst werden. Die neue Lösung setzt die Gemeinde bislang im Amt für Finanzen und im Einwohnermeldeamt ein. Geplant ist ein umfassender Rollout bis 2014.

Durch die Virtualisierung ihrer Server mittels der VMware-Lösungen haben die Sylter bereits seit 2009 ihr Rechenzentrum verschlankt: Von vormals zwölf physikalischen Servern sind inzwischen nur noch drei im Einsatz. Durch die Konsolidierung hat das Rechenzentrum allein bei seinen Stromkosten und dem Kühlungsbedarf eingespart. Rund 20 Tonnen CO2 weniger produziert die Gemeinde Sylt bereits nach drei Jahren, nach fünf Jahren beträgt der Einsparungseffekt sogar 32 Tonnen.

Aufgrund dieser Erfahrungen hat sich Sylt 2011 für ein virtualisiertes Desktopmanagement entschieden. Nach der Evaluierung mehrerer Anbieter, darunter Microsoft, fiel die Entscheidung erneut auf VMware. „Kein anderes Produkt ließ sich so einfach und flexibel handhaben“, sagt Constantin Freiherr von Dobeneck, Systemadministrator bei der Gemeinde Sylt. Als Teil der Öffentlichen Verwaltung ist das Rechenzentrum stets auf der Suche nach effizienten und kostengünstigen Lösungen für eine funktionierende IT-Infrastruktur. „Unsere Prozesse werden regelmäßig auf ihre Wirtschaftlichkeit überprüft. Wir achten deshalb stets darauf, so kostengünstig und effizient wie möglich zu arbeiten. Mit VMware View können wir nun langfristig hohe Kosten durch unnötigen Personalaufwand einsparen“, so von Dobeneck.

Erleichterung soll sich auch beim Patch-Management und bei der Desktopbereitstellung zeigen. Benötigte Software muss das EDV-Team nur noch einmal auf das Image installieren. Für die Bereitstellung von Desktoparbeitsplätzen inklusive der Software brauchen sie nur noch zehn Minuten. Vor der Virtualisierung benötigten sie dafür drei bis vier Stunden. „Sollte sich diese Lösung bei der Gemeinde Sylt auf Dauer bewähren, werden zukünftig auch andere Kommunen nachziehen und von VMware profitieren“, davon ist von Dobeneck überzeugt. Für 2014 haben sich die IT-Administratoren der Insel ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Alle Dokumente der Verwaltung sollen digitalisiert in einem Rechenzentrum vorliegen.

www.sylt.de
www.vmware.com

Bildquelle: Thomas Meyer/pixelio.de


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