Perlen Packaging führt MES CAT ein
Produktions- mit ERP-Welt verknüpft
Die Perlen-Packaging-Gruppe mit Sitz in Perlen (Schweiz), ein Hersteller von Blister-Folien für die Pharmaindustrie, verknüpft mit der vollständig in SAP ERP integrierten und webbasierten MES CAT Suite des SAP-Partners T.Con aus Plattling nahtlos Informationsflüsse zwischen der Produktions- und der ERP-Ebene.

Die Perlen-Packaging-Gruppe ist Hersteller von Blister-Folien für die Pharmaindustrie.
Durch diese vertikale Integration schafft die international tätige Firmengruppe wichtige Voraussetzungen für die Zukunft, denn sie hat nun nach eigenen Angaben im zentralen SAP-System jederzeit eine klare und vollständige Echtzeitsicht auf das Produktionsgeschehen. Im Gegenzug seien freigegebene SAP-Fertigungsaufträge unverzüglich in der MES-Lösung und damit in der Produktion verfügbar. „So schaffen wir die erforderliche Transparenz, um in der Produktion noch flexibler auf Marktschwankungen zu reagieren und Kundenanforderungen bestmöglich zu erfüllen“, erklärt René Kuhn, Head of IT Applications bei Perlen Packaging. „Zugleich können wir die Abläufe in der Fertigung wie auch die Qualität unserer Produkte weiter optimieren.“ Die hierzu erforderlichen tagesaktuellen und detaillierten Auswertungen zu Gut-, Ausschuss- und Nacharbeitsmengen oder Produktionszeiten führen das Management und die Werksleiter in der SAP-Business-Warehouse-Lösung (SAP Netweaver BW) durch. Alle Produktions- und Verarbeitungsschritte sollen sich lückenlos zurückverfolgen lassen, denn die von MES CAT erfassten Qualitäts- und Prüfdaten sind vollständig im Qualitätsmanagement (QM-Modul) von SAP ERP dokumentiert.
Durch den Einsatz der komplett auf SAP Netweaver basierenden MES CAT Suite hat die Perlen-Packaging-Gruppe auch die Verfügbarkeit ihrer Produktionssysteme erhöht. Diese laufen jetzt, so heißt es, rund um die Uhr – an sieben Tagen in der Woche. Möglich ist dies, weil die MES-Lösung jeweils lokal und auf eigenen Servern bei der Perlen Converting AG (Schweiz) und bei der ac-Folien GmbH in Müllheim (Deutschland) installiert ist. Während der Offline-Phasen von SAP ERP, etwa bei einem Release-Wechsel oder bei Wartungsarbeiten, werden die in der MES-Suite erfassten Produktionsdaten aus diesen Werken durch eine intelligente Pufferung zwischengespeichert. Sobald das SAP-System wieder online ist, übergibt MES CAT die Informationen. Der Datenabgleich zwischen den Anwendungen erfolgt automatisch.
Auch die Maschinenführer sollen von den IT-gestützten Arbeitsflüssen profitieren, denn sie erledigen Aufgaben nun schneller und effizienter. So bleibt ihnen mehr Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten – wie etwa die Optimierung von Maschinenlaufzeiten und -auslastungen. Rückmeldungen aus den Anlagensteuerungen werden schnell in MES CAT verbucht. Auf Knopfdruck bringt das Analytic-Modul der Lösung aktuelle und in Dashboards grafisch übersichtlich aufbereitete Kennzahlen direkt auf den Bedien-Terminal jeder Anlage. René Kuhn zieht ein positives Fazit: „Durch den geschlossenen Regelkreis zwischen MES und ERP haben wir stets eine transparente Sicht auf das aktuelle Fertigungsgeschehen. Positiv anzumerken ist außerdem, dass wir die MES-Lösung innerhalb von fünf Monaten einführen und in Betrieb nehmen konnten.“ Aktuell installiert Perlen MES CAT im US-amerikanischen Werk in Whippany. Geplant ist, in der MES-Lösung künftig auch QM-Prüfungen durchzuführen und die Effektivität von Maschinen (Overall Equipment Effectiveness = OEE) auszuwerten.
www.perlenpackaging.ch
www.team-con.de
Bildquelle: © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de
Titelinterview
mit Stefan Maierhofer, Senior Director für Zentral- und Osteuropa bei F5 Networks
Titelthema
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Software
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