MIT.N setzt auf Mabis mit Hilfe von Cormeta
Umsetzung der Marktregeln
Die Mittelhessen Netz GmbH (MIT.N) hat mit Unterstützung der Cormeta die Vorgaben der "Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom" (Mabis) umgesetzt.

Klaus Nitschke, Bereichsleiter Versorgungswirtschaft/CRM bei der Cormeta
Damit erfüllt MIT.N die am 1. April 2011 in Kraft getretene Verordnung. MIT.N betreibt das Strom- und Gasnetz der Stadtwerke Gießen AG. Diese sind seit rund zehn Jahren Kunde der Cormeta und nutzen deren SAP-Branchenlösung Vusprint für die mittelständische Versorgungswirtschaft. Cormeta hat mit Ihrer Lösung Vusprint Mabis das SAP-Modul Energiedatenmanagement (SAP EDM) mit der IS-U-Komponente IDEX-GE (Intercompany Data Exchange Extended - German Electricity) verknüpft. Diese Komponente dient der Umsetzung der gesetzlichen Deregulierungsanforderungen im deutschen Energiemarkt. Auf diese Weise kann MIT.N die erforderlichen Informationen aus den verschiedenen Datenbanken gemäß den Mabis aufarbeiten und darstellen.
"Wir haben das Projekt in sehr kurzer Zeit abgewickelt und konnten auf diese Weise Mabis systemisch umsetzen. Für uns bedeutet das, gesetzeskonform und effizienter mit sauberen Datenbanken zu arbeiten. Außerdem gehören wir zu den ersten Netzbetreibern in Deutschland, denen das gelungen ist", sagt Lars Pollmächer, Projektleiter bei der MIT.N. Als Netzbetreiber für Strom und Gas versorgt das Unternehmen mehr als 190.000 Kunden. Die Marktregeln übertragen den Netzbetreibern künftig auch mehr Verantwortung hinsichtlich der Abrechnungen, denn für Fehler sind sie haftbar. Auch deshalb ist es wichtig, mit aktuellen und konsistenten Daten zu arbeiten.
Die Mittelhessen Netz GmbH betreut ihre Kunden in drei Bilanzierungsgebieten und zwei Regelzonen. Die Stromnetze in Deutschland sind in vier Regelzonen eingeteilt, die den vier größten Netzbetreibern zugeordnet sind. Diese Regelzonen werden wiederum unterteilt in kleinere Abrechnungseinheiten wie die Bilanzierungsgebiete. Das bedeutet, dass die MIT.N mit mehreren Netzanbietern und Stromproduzenten Daten austauschen muss. Eine Abwicklung der Rechnungen mit hohem Automatisierungsgrad spielt für den Netzbetreiber daher eine wichtige Rolle. Dabei müssen die Bilanzierungsdaten fehlerfrei sein. "Prüfungen in der Bilanzierung ermöglichen dem Anwender, fehlende oder inkonsistente Stammdaten im Vorfeld zu finden und vor dem Versand zu bereinigen", erklärt Pollmächer.
"Wir ergänzen den SAP-EDM-Standard durch unser eigenentwickeltes Add-on zu einer durchgängigen, Mabis-konformen Prozesslösung. Diese erfüllt und unterstützt die von der Bundesnetzagentur geforderte Bilanzkreisabrechnung", sagt Klaus Nitschke, Bereichsleiter Versorgungswirtschaft/CRM bei der Cormeta. In der Lösung sind die Mabis-Prozesse und -Funktionen vordefiniert und umgesetzt. Dabei berücksichtigt die Software auch die unterschiedlichen Marktrollen: Bilanzkreiskoordinatoren (BIKO), Bilanzkreisverantwortliche (BKV), Lieferanten (LF) und Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber (VNB). Diese erhalten alle benötigten Informationen zu Bilanzkreismengen transparent in einer Software-Lösung, die Abrechnung der Bilanzkreise erfolgt auf einer abgestimmten Datenbasis. Ziel der Mabis ist es, durch eine einheitliche Beschreibung der Aufgaben und Pflichten der einzelnen Marktrollen einen hoch automatisierten und bestimmten Ablauf zu definieren und hierdurch die Bilanzierung der Energiemengen auf dem Strommarkt transparenter, einheitlicher und zuverlässiger zu gestalten.
Bildquelle: Cormeta
Titelinterview
mit Stefan Maierhofer, Senior Director für Zentral- und Osteuropa bei F5 Networks
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