Das US-amerikanische Unternehmen Frontrange besitzt vom Customer Relationship Management (CRM) über das Infrastrukturmanagement bis hin zum Unified Messaging eine breite Produktpalette. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter, die einen Umsatz von ca. 140 Mio. US-Dollar erwirtschaften. Hierzulande ist man mit rund 120 Mitarbeitern am Hauptsitz in Unterschleißheim bei München sowie in Filderstadt bei Stuttgart – der ehemaligen Enteo-Zentrale – präsent. Seit März 2007 gehören Enteo, ein Spezialist für das proaktive Management von IT-Ressourcen, sowie seit April 2008 Centennial Software, ein Anbieter von dynamischen Infrastrukturmanagementprodukten, zum Unternehmen.
Im Zuge des Zusammenschlusses und der damit einhergehenden Verbindung von IT-Service- und Client-Lifecycle-Management besitzt Frontrange heute Komplettlösungen für das IT-Assetmanagement. „Überdies bieten wir das Service- und Infrastrukturmanagement als ganzheitliche integrierte Lösung mit vorkonfigurierten Schnittstellen an", erklärt Anton Kreuzer, Geschäftsführer bei Frontrange Solutions Deutschland. Bei Bedarf könnten Produkte bzw. einzelne Module durchaus auch separat genutzt werden. Besonders wichtig sei, dass Unternehmen mit den Lösungen die Bereiche IT-Service- und IT-Operations-Management vollständig abdecken könnten, wobei sich solche Projekte innerhalb von sechs bis acht Monaten umsetzen ließen. Im Gespräch mit IT-DIRECTOR beschreibt der Deutschlandchef, welchen Stellenwert dabei Automatisierung und Standardisierung – insbesondere in Zeiten der zunehmenden Virtualisierung – einnehmen.
IT-DIRECTOR: Herr Kreuzer, mit welchen Produkten Ihrer breiten Palette sind Sie hierzulande erfolgreich?
A. Kreuzer: In der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz zählen, IT-Operations-Management, IT-Servicemanagement (ITSM), Assetmanagement sowie Helpdesk zu unseren Hauptthemen. Während CRM hier eher eine untergeordnete Rolle spielt, gewinnt der Bereich „Voice over IP" zunehmend an Bedeutung. Anders als Cisco, Avaya oder Siemens bieten wir allerdings keine Stand-alone-Lösung an, sondern eine rein softwarebasierte Voice-over-IP-Anwendung, die in unsere Servicemanagementlösung integriert ist und zur Automatisierung von Sprache/Daten Prozessen in diesem Umfeld dient.
IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielt eine Sprachanwendung im Servicemanagement?
A. Kreuzer: Ein Beispiel ist die automatische Neuvergabe von Passwörtern (Password Reset). Viele Endnutzer erinnern sich nach längeren Urlaubszeiten oder krankheitsbedingten Ausfällen nicht mehr an ihre Passwörter und fragen im First Level Support nach. Unsere Software erkennt diese Anfragen und generiert automatisch ein neues Passwort, ohne dass ein Mitarbeiter aus dem 1st Level Support involviert ist. Der Anwender erhält sein neues Passwort einfach per Telefon zur Verfügung.
IT-DIRECTOR: Was genau bieten Sie im Bereich IT Operations Management an?
A. Kreuzer: Unser Produkt verbindet Softwareverteilung inklusive Client-Lifecycle-, Lizenz- und Assetmanagement, also das Inventarisieren von Soft- und Hardware. Alle Produkte sind integriert und arbeiten mit einer einheitlichen Configuration Management Database (CMDB). Anhand derer kann das Anwenderunternehmen erkennen, welche Lizenzen man aktuell verwendet, welche Hard- und Software man besitzt und wie man bei der Softwareverteilung oder Neuinstallationen am besten vorgehen sollte.
IT-DIRECTOR: Vertreiben Sie Ihre Produkte selbst?
A. Kreuzer: In Deutschland wickeln wir rund 70 Prozent unserer Projekte – vor allem im IT Operations- und Servicemanagement – über Partner ab. Aufgrund der Enteo-Übernahme im Jahr 2007 sowie Centennial-Übernahme in 2008 haben wir ein umfangreiches Partnernetz aufgebaut, das sich mit den Themen Softwareverteilung, Lizenz- und Assetmanagement beschäftigt.
Da alle unsere Produkte auf der Basis von .Net entwickelt werden, besitzen wir auch eine Technologiepartnerschaft mit Microsoft. Unser Softwareassetmanagement (SAM) wurde beispielsweise von Microsoft zertifiziert, um Lizenzaudits in Microsoft-Umgebungen vornehmen zu können.
IT-DIRECTOR: Welche Projekte setzen die Unternehmen im IT Operations Management derzeit verstärkt um?
A. Kreuzer: Immer mehr Unternehmen steigen auf professionelle Lösungen für das Asset- und Lizenzmanagement um. Sie haben erkannt, dass sich Lizenzen nicht mehr mit Excelsheets geschweige denn papierbasiert verwalten lassen. Zudem wollen sie eruieren, ob sie unter- oder überlizenziert sind und damit Rechtsicherheit erhalten bzw. Lizenzkosten sparen.
Desweiteren gewinnt das Assetmanagement von Hard- und Software auch im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Wichtig ist, dass die Informationen aus dem Asset- oder Lizenzmanagement direkt in die CMDB einfließen können. Durch die Integration der notwendigen Prozesse und deren Automatisierung in der Suite stehen dem Kunden auch im Configuration Management mit der zentralen CMDB alle Informationen zur Verfügung.
IT-DIRECTOR: Sind Großunternehmen in Sachen Lizenzmanagement besser aufgestellt als mittelständische Unternehmen?
A. Kreuzer: Mittelständler und Großunternehmen beschäftigen sich heute gleichermaßen mit diesem Thema. Mit unseren Produkten „SAM Suite" und „SAM Essentials" können Unternehmen jeder Größe eigene Lizenzaudits vornehmen. Anhand prozessbasierter Workflows wird ihnen aufgezeigt, welche Lizenzen sie eigentlich nutzen. Und weiter: Handelt es sich dabei um eine Software, die nur einmal im Jahr vom Endnutzer gebraucht wird? Oder ist die Software täglich im Einsatz?
IT-DIRECTOR: Man erhält also einen umfassenden Überblick über seine Lizenzlandschaft?
A. Kreuzer: Ja, man erkennt schnell, ob man unterlizenziert ist, welche Lizenzen ungenutzt bleiben und abgeschafft werden können oder ob man seine Lizenzen besser anders verteilen sollte. Ein Beispiel: In den Unternehmen fordern insbesondere die Fachabteilungen spezielle Lizenzen an. Diese müssen nicht immer gekauft werden, sondern können von inaktiven Nutzern abgezogen werden. Damit bringen die Verantwortlichen ungenutzte Lizenzen an anderer Stelle sinnvoll zum Einsatz und sparen sich die teure Neuanschaffung
IT-DIRECTOR: Wie erwähnt gewinnt das Assetmanagement zunehmend an Bedeutung. Für welche Unternehmen lohnt sich dessen Einsatz?
A. Kreuzer: Unternehmen wollen heute einen genauen Überblick der im Einsatz befindlichen Assets haben. Durch unser Modul Discovery werden die vorhandenen Assets automatisiert erfasst. Zudem wird durch unsere Technologie „LAN Probe“ bei der Erfassung eine sehr geringe Netzwerkbelastung erzeugt. Damit kann effizient und einfach festgestellt werden, ob Assets im Unternehmen umgezogen, nicht mehr verwendet oder nicht in der bekannten konfigurierten Version im Einsatz sind. Diese Informationen können automatisiert in eine CMDB übernommen werden wobei auch hier ein Abgleich mit den Bestandsdaten durchgeführt und darauf aufbauend automatisiert Nachrichten oder weiterführende Prozesse gestartet werden. Das Modul „Discovery“ wird auch eingesetzt, um in einen Due-Diligence-Prozess die vorhandenen Assets zu ermitteln.
Zum Beispiel: Als die indische Firma Tata im vergangenen Jahr Land Rover und Jaguar übernahm, nutzte man unser Assetmanagement, um im Rahmen des Due-Diligence-Prozesses zu ermitteln, welche Soft- und Hardware die beiden Automobilhersteller eigentlich im Einsatz haben.
IT-DIRECTOR: Fast jedes Großunternehmen setzt – zumindest in den Bereichen Storage oder Server – bereits auf Virtualisierungstechnologien. Inwieweit wirkt sich dies auf das Infrastrukturmanagement aus?
A. Kreuzer: Mit unseren Produkten unterstützen wir virtualisierte Umgebungen auf Basis von VMware, Hyper V (Microsoft) und XEN (Citrix). Dabei wollen wir die Funktionalität dieser Virtualisierungslösungen nicht ersetzen, sondern vielmehr sinnvoll ergänzen. Mit unserem Asset- und Lizenzmanagement können wir virtualisierte Systeme inventarisieren bzw. verwalten. Zudem können wir mittels des Client-Lifecycle-Managements auch Software auf virtuelle Systeme verteilen. Mit Enteo verteilen wir die Applikationen nicht nur auf Fat Clients, sondern auch auf Thin Clients sowie auf Citrix-Serverfarmen.
IT-DIRECTOR: Worauf sollte man beim Management virtualisierter Umgebungen besonders achten?
A. Kreuzer: In der Praxis wird man künftig ein Miteinander von virtualisierten und nicht virtualisierten Umgebungen antreffen. Dass Unternehmen komplett umsteigen und ausschließlich virtualisierte Systeme einsetzen, ist eher unwahrscheinlich. Von daher benötigt der Administrator ein System, mit dem er beide Welten unterstützen kann - inklusive einer einheitlichen Oberfläche.
IT-DIRECTOR: Welche Rolle spielen dabei Fat bzw. Thin Clients?
A. Kreuzer: Ob Fat oder Thin Client – für unser IT-Operations-Management macht dies keinen Unterschied. Problematischer gestaltet sich eher die Verwaltung der mobilen Endgeräte.
IT-DIRECTOR: Warum?
A. Kreuzer: Notebooks, PDAs oder Smartphones wie das iPhone besitzen heute sehr viel mehr Funktionalitäten als noch vor zwei Jahren. Für das Infrastrukturmanagement ist es daher wichtig, dass es die mobilen Endgeräte erkennt, sobald sie ins Unternehmensnetz gelangen. Hat sich ein Nutzer mit seinem Gerät am Netz angemeldet und möchte Servicedaten nutzen, ist dies für unsere Software sofort erkennbar.
IT-DIRECTOR: Wie gestaltet sich die Softwareverteilung für mobile Endgeräte?
A. Kreuzer: In dem Moment, in dem sich ein Nutzer in das Firmennetz einwählt, startet die Softwareverteilung automatisch. Dann erhält das Endgerät zum Beispiel den letzten Patch, ein Upgrade oder es wird mit dem neuesten Windows-Betriebssystem versorgt.
IT-DIRECTOR: Inwiefern lassen sich virtualisierte Applikationen auf mobile Endgeräte bringen?
A. Kreuzer: Eine solche Vorgehensweise wäre denkbar. Das Problem ist allerdings, dass man den Zugriff auf virtualisierte Anwendungen nur innerhalb eines Netzwerks vornehmen kann. Mit dem Notebook oder Smartphone ist man jedoch nicht immer im Netzwerk unterwegs bzw. besitzt man nicht immer eine Netzabdeckung. Daher sind mobile Endgeräte meist Fat Clients, die erst bei der Einwahl ins Firmennetz mit Aktualisierungen versorgt werden.
IT-DIRECTOR: Sie sprachen gerade das neueste Windows-Betriebssystem an - migrieren die Unternehmen bereits auf Windows 7?
A. Kreuzer: Rund 60 Prozent unserer Kunden planen in den nächsten ein bis zwei Jahren den Umstieg auf Windows 7. Das sind deutlich mehr umstiegswillige Unternehmen als es bei der Vorgängerversion Windows Vista der Fall war. Im Rahmen unserer Enteo-Produktpalette haben wir eine spezielle Lösung für den Support von Windows 7 herausgebracht, inklusive Softwareverteilung und einem speziellen Beratungspaket. Damit können Unternehmen, die heute noch Windows XP einsetzen, einfach und zügig auf die neue Betriebssystemversion migrieren. Schrittweise oder auf einmal.
IT-DIRECTOR: Was sollte man bei einer schrittweisen Migration beachten?
A. Kreuzer: Das kommt stets auf das jeweilige Unternehmen an. Firmen, die unterschiedliche Niederlassungen besitzen, beginnen am besten dort. Der Migrationsaufwand hängt zudem davon ab, inwieweit das Unternehmen gleichzeitig in neue Hardware investieren muss.
Im Zuge der Migration geht es bei vielen Unternehmen auch um die Modernisierung ihrer IT. Sie überlegen, welche Applikationen sie virtualisieren können und welche nicht. Für uns ist daher wichtig, dass wir sowohl Windows 7 und spezielle Migrationspfade als auch virtualisierte Umgebungen unterstützen. Und für den Kunden ist es wichtig, dass er auf ein Produkt für den Infrastrukturbereich mit einer einheitlichen Oberfläche setzen kann, um den gesamten Umstieg zu bewältigen und seine Infrastruktur zu verwalten.
IT-DIRECTOR: Sehen sich die Unternehmen zur Migration gezwungen?
A. Kreuzer: Viele Unternehmen haben den Umstieg auf Windows Vista ausgelassen und erst einmal abgewartet. Für sie ist die Zeit nun reif, auch da der Support für Windows XP von Microsoft irgendwann aufgekündigt wird. Die betroffenen Unternehmen sollten sich bereits Gedanken machen, da eine Migration immer eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt und nicht einfach von heute auf morgen zu stemmen ist. Denn oftmals ist eine gewisse Hardwareabhängigkeit vorhanden, die berücksichtigt werden muss - sei es auf Server- als auch Client-Seite.
IT-DIRECTOR: Können Sie uns ein aktuelles Beispiel für eine Windows-7-Migration nennen?
A. Kreuzer: Auf der Agenda stehen die Migrationen beispielsweise bei der Augenklinik in Tübingen oder der Deutschen Bundesbank.
IT-DIRECTOR: Geraten Sie aufgrund der hohen Nachfrage in Personalnot?
A. Kreuzer: Nein, da sich eine Umstellung mit unserem Migrationspaket relativ einfach und schnell durchführen lässt. Einen Personalengpass sehen wir eher auf Seiten der Anwenderunternehmen. Diese müssen über die reine Migration hinaus teilweise ihre Hardware aktualisieren und ihre Endnutzer schulen, wenn sie mit Windows 7 gleichzeitig ein neues Office-Paket erhalten.
IT-DIRECTOR: Neben Virtualisierung und Windows 7 spricht heute alle Welt über das Cloud Computing – was halten Sie davon?
A. Kreuzer: Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen künftig unsere gesamte Produktpalette auch als Software-as-a-Service-Applikationen (SaaS) zur Verfügung stellen. Den Anfang macht unser IT-Servicemanagement, wobei wir die SaaS-Fähigkeit dann Schritt für Schritt auf das gesamte IT-Operations-Management ausdehnen wollen.
IT-DIRECTOR: Dann wird auch Frontrange zu einem Cloud-Anbieter?
A. Kreuzer: Genau, wobei wir sowohl On-Premise- als auch SaaS-Applikationen parallel anbieten werden.
IT-DIRECTOR: Welche Zielgruppe sprechen Sie mit den SaaS-Lösungen an?
A. Kreuzer: Sie eignen sich für Service Provider oder IT-Unternehmen, die selbst einen standardisierten Service – z.B. mit unserem Servicemanagement auf Basis von ITIL V3 – für ihre Cloud-Anwendungen bieten wollen. Zudem bieten wir sie Anwenderunternehmen an, oder auch Partnern, die mit unserem Produktportfolio an den Markt gehen.
IT-DIRECTOR: Inwiefern wird sich Cloud Computing hierzulande durchsetzen?
A. Kreuzer: Cloud Computing, SaaS oder früher Application Service Providing (ASP) ist hierzulande noch nicht so beliebt wie beispielsweise in den USA. Dennoch wollen wir auch in Deutschland eine Cloud-Palette anbieten, da wir davon ausgehen, dass die Nachfrage vor allem bei kleineren Unternehmen steigen wird. Denn aufgrund ihrer finanziellen Mittel und ihrer Personalressourcen sind diese oftmals nicht in der Lage, eine komplexe IT-Infrastruktur aufzusetzen.
Für sie ist es günstiger, einen Service über das Internet zu buchen und das Asset-, Lizenz- oder Servicemanagement auf Mietbasis zu beziehen. Sie erhalten einen monatlich zu zahlenden Service, ohne dass sie in Hardware, Mitarbeiter oder Wartung investieren müssten. Zudem ist der Service sofort verfügbar, womit lange Implementierungszeiten entfallen und sich der Return on Investment früher als bei klassischen On-Premise-Projekten einstellt. Es gibt aber auch viele Großunternehmen, die einen solchen Service für ihre kleineren, weltweit verstreuten Geschäftseinheiten buchen.
IT-DIRECTOR: Worauf legten Sie bei der Entwicklung Ihrer SaaS-Lösungen besonderen Wert?
A. Kreuzer: Jeder Hersteller oder Service Provider von Cloud Services muss ein statisches Preismodell vermeiden. Vor diesem Hintergrund haben wir ein flexibles Preismodell aufgesetzt, bei dem der Anwender einen Service nutzungsbezogen und tagesaktuell abrechnen kann. Ein Unternehmen kann heute einen Service für zehn und morgen für hundert Anwender buchen.
IT-DIRECTOR: Wie ist es um den Support Ihrer SaaS-Lösungen bestellt? Wende ich mich als Anwender direkt an Sie als Hersteller oder an meinen Dienstleister bzw. Service Provider?
A. Kreuzer: Das kommt ganz darauf an, welchen Service der jeweilige Dienstleister bietet bzw. was genau in den Service Level Agreements vereinbart wurden. Generell sollte das Anwenderunternehmen bei der SLA-Vereinbarung darauf achten, wer genau für den First Level Support zuständig ist. Liefert der Service Provider alles aus einer Hand, übernimmt der Hersteller nur den Second Level Support. Hostet der Service Provider die Lösung hingegen nur, liegt der First Level Support nach wie vor beim Hersteller.
IT-DIRECTOR: Gibt es erste Referenzinstallationen für Ihre SaaS-Lösung?
A. Kreuzer: Mit sds business services gibt es hierzulande bereits einen Partner, der Enteo als „Software as a Service" anbietet. Zum Einsatz kommt diese Lösung beispielsweise bei den Kölner Wasserwerken.
IT-DIRECTOR: Sollte ein Unternehmen seine IT einmal komplett aus der Wolke beziehen, bräuchte es überhaupt kein eigenes Infrastrukturmanagement mehr, oder?
A. Kreuzer: Genau, wobei dann die Service Provider unsere Produkte nutzen, um ihre SaaS-Infrastrukturen zu verwalten. Außerdem besitzt der Kunde auch bei einer kompletten Cloud-Nutzung noch eine - wenn auch kleinere - Infrastruktur. Er hat Thin oder Fat Cliens im Einsatz, die mit ihrem Server und ihren Applikationen z.B. remote vom Service Provider gemanagt werden - und hierfür nutzt dieser ebenfalls unsere Applikationen.
Anton Kreuzer
Alter: 55
Werdegang: Bevor der Wirtschaftsinformatiker 2003 seine Führungsaufgabe bei Frontrange übernahm, war er in vergleichbarer Funktion für Dataworks, Epicor, Evosoft und Interactive tätig. Davor liegen viele Jahre verschiedener Aufgaben und Leitungsfunktionen in Softwareentwicklung, Vertrieb und Business Development (Osteuropa) in unterschiedlichen IT-Unternehmen, darunter Siemens.
Derzeitige Position: Geschäftsführer bei Frontrange Solutions Deutschland
Hobbys: Segeln, Tennis, Golf, Motorsport, Skifahren und Kochen