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HP richtet Infrastrukturlösungen neu aus

 

Böblingen, 4. November 2009 – Neben dem neuen Architekturkonzept Converged Infrastructure stellt HP eine Reihe neuer Produkte und Dienstleistungen vor, die dieses Konzept unterstützen sollen. Converged Infrastructure sei damit die logische Weiterentwicklung von Adaptive Infrastructure – die bisherige Gesamtstrategie für die IT-Infrastruktur.

Converged Infrastructure ist eine Infrastrukturstrategie, ein konkreter Bauplan für CIOs und die Grundlage von HPs weiterer Entwicklung von Produkten und Services für das Rechenzentrum. Die Strategie integriert laut Anbieter bisher isolierte IT-Domänen für Applikationen, Rechner, Speicher, Netzwerke und Gebäuderessourcen und beseitigt die mit der Silo-Struktur verbundene Komplexität.

Durch ein einheitliches Management werden alle IT-Komponenten Teil eines Ressourcen-Pools, der geteilt, kombiniert und geändert werden kann, um dynamisch jeder Geschäfts- oder Applikationsanforderung Genüge zu tun. Der Ressourcen-Einsatz wird dabei laut Anbieter so optimiert, dass die Auslastung verbessert sowie Energieverbrauch und Kosten gesenkt werden. Konsequent umgesetzt, erlaube Converged Infrastructure die Bereitstellung von Applikationen quasi auf Abruf.

HP definiert vier Ebenen einer Converged Infrastructure, mit jeweils eigenen Design- und Architektur-Prinzipien. Letztere sollen zum einen für den individuellen Aufbau einer konvergenten Infrastruktur bei Unternehmen gelten. Zum anderen wende sie der Anbieter bereits im Entwicklungsstadium neuer Produkte und Services an.

1. Infrastructure Operating Environment (IOE)

Das IOE ist die einheitliche Management-Plattform der Converged Infrastructure. Sie erlaubt, so der Anbieter, die zentrale Steuerung und Optimierung aller Elemente einer Infrastruktur, die benötigt werden, um einen Service zu liefern. Dafür vereinige sie alle benötigten Werkzeuge in einer Steuerungszentrale. Sie lenkt den Einsatz gepoolter Infrastruktur-Ressourcen und stößt Provisionierung sowie Anpassung an, sodass die IT unmittelbar auf sich verändernde Geschäftsanforderungen in einer vorhersehbaren und wiederholbaren Weise reagieren kann.

Das IOE ermöglicht es laut Anbieter, neue Services in Minuten bereitzustellen, die Infrastruktur zu optimieren und die Verfügbarkeit und Qualität der Services sicherzustellen. Den Kern von IOE bildet das Portfolio HP Insight Software (Systems Insight Manager, Insight Control, Insight Dynamics), die jetzt durchgehend in der Version 6.0 vorliegt.

2. FlexFabric

Die FlexFabric überwindet die Beschränkungen von hierarchischen
Netzwerk-Strukturen und separatem Netzwerk-Management, indem sie bei Bedarf tausende von Servern und Speicherlösungen in einem virtualisierten Netzwerk zusammenschließt und orchestriert. Einmal verkabelt, soll sie Rechner-, Netzwerk- und Speicher-Ressourcen verknüpfen, sodass sie flexibel dort eingesetzt werden können, wo sie aktuell benötigt werden.

Damit können Unternehmen erst das Potenzial der Virtualisierung ausschöpfen und ihrer IT die Elastizität geben, die in einer von Unsicherheit geprägten Wirtschaft erforderlich ist. FlexFabric verbindet die Technologie, Management-Werkzeuge und Partner-Ökosysteme von ProCurve und Virtual Connect (VC). So stellte der Anbieter vor Kurzem die ProCurve-Switche der Serie 6120 mit Blade-Formfaktor vor. Schritt für Schritt sollen zudem die ProCurve-Management-Werkzeuge in die Insight-Software-Familie integriert werden.

3.  Virtual Resource Pools

Die Architektur von Converged Infrastructure sieht den Aufbau eines
Shared-Services-Modells mit HP Virtual Resource Pools vor. Das sind
virtualisierte Bündel von gemeinsam genutzten Server-, Speicher- und
Netzwerk-Kapazitäten, die quasi auf Abruf allokiert werden können, um
Applikationsanforderungen zu bedienen.

Indem einzelne Systeme geteilt oder aggregiert werden, um einen einheitlichen Ressourcen-Pool zu bilden, soll die Skalierbarkeit und Auslastung des Gesamtsystems steigen. Converged Infrastructure erfordert also eine Ende-zu-Ende-Virtualisierung der IT-Ressourcen und ihre Vereinigung über ein gemeinsames Management-System.

4. Data Center Smart Grid

Eines der Hauptprobleme heutiger Rechenzentren ist die Versorgung mit
Energie und Kühlung. Eine Ursache dafür ist die Trennung des Managements der ITK- und der Gebäudeinfrastruktur. Um eine höhere Effektivität beim Einsatz von Energie im Rechenzentrum zu erreichen, braucht es daher ein einheitliches und intelligentes Monitoring und Management.

Das Data Center Smart Grid umfasst Hardware, Software und Dienstleistungen zum Aufbau eines intelligenten Energie-Managements für das gesamte Rechenzentrum. Es sammelt und überwacht bei Bedarf, so der Anbieter, tausende von Energie- und Termperaturmetriken in Echtzeit. Damit könnten Kunden kurzfristige Probleme beheben und eine langfristige Optimierung ihres Energieverbrauchs erzielen.

Basierend auf genauen Messgeräten erstellt das Smart Grid detaillierte Reports über den Energieverbrauch. Zudem sollen sich Unternehmen mit Industrie-Benchmarks vergleichen und gezielt auf eine Verbesserung hinarbeiten können. Veränderungen zur Optimierung der Energie-Effizienz werden entweder manuell oder automatisch durchgeführt.

Neue Consulting-Dienstleistungen

Neue Consulting-Dienstleistungen für Converged Infrastructure umfassen
sowohl die komplette Infrastruktur-Architektur als auch die Organisation und die Prozesse, die erforderlich sind, um den Nutzen aus einer konvergenten Infrastruktur zu ziehen. Grundlage dafür sind Erfahrungen aus Projekten in den Bereichen Shared Services, Cloud Computing und Data Center Transformation.

Die vordefinierten Services sollen Kunden beim Übergang von einer heterogenen in eine hochflexible konvergente Infrastruktur helfen. Dabei unterstützt HP nach eigenen Angaben sowohl den strategischen Top-Down-Ansatz als auch einen inkrementellen Weg in kleinen Schritten. Die Consulting Services sollen weltweit ab Ende Januar 2010 verfügbar sein.

www.hp.com


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