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Verbesserte Reaktionsfähigkeit

Von: Sandra Hofer

Interview mit Gary Calcott, Manager Technical Alliances EMEA bei Progress Software, über die Übernahme des BPM-Anbieters Savvion

Gary Calcott, Manager Technical Alliances EMEA bei Progress Software

IT-DIRECTOR: Zu Beginn des Jahres hat Progress den BPM-Anbieter Savvion übernommen. Warum gerade dieses Unternehmen?
Gary Calcott:
Savvion verfügt über eine fünfzehnjährige Erfahrung am Markt für Business Process Management (BPM) und zählt damit zu den führenden Anbietern in diesem Segment. Im Gegensatz zu einer Reihe anderer Produkte, deren Fokus die Abteilungsebene bildet, eignet sich die BPM-Suite von Savvion für den unternehmensweiten Einsatz. Sie unterstützt unterschiedlichste BPM-Einsatzszenarien: automatisch ablaufende, manuelle Eingriffe erfordernde, dokumenten-, projekt- und ereignisgesteuerte Geschäftsprozesse. Auch darin unterscheidet sie sich von anderen Produkten, die sich auf die Steuerung von Prozessen auf Systemebene fokussieren.

IT-DIRECTOR: Welche Auswirkungen hat die Übernahme auf Ihr Produktportfolio?
Gary Calcott:
Mit ihren spezifischen Eigenschaften und Funktionen ist die BMP-Suite eine gute Ergänzung zu unserem Produktportfolio. Das bedeutet zweierlei: Erstens werden die Savvion-Produkte wie BPM Server, BPM Portal oder Business Rules Management Server weiterhin einzeln erhältlich sein. Zweitens bilden die BPM-Lösungsbausteine einen Eckpfeiler der Progress Responsive Process Management (RPM) Suite. Diese bringt Technologien und Funktionen für BPM, Business Transaction Management, Business Process Visibility sowie Complex Event Processing zusammen und schafft so die Grundlage für flexibel anpassbare Geschäftsapplikationen

IT-DIRECTOR: Welche Vorteile ergeben sich dadurch für den Anwender?
Gary Calcott:
Wir verfolgen eine Strategie, die Anwendern eine verbesserte operative Reaktionsfähigkeit ermöglicht. Voraussetzung dafür ist der umfassende Einblick in die aktuell ablaufenden Geschäftsprozesse. Hinzu kommt die Fähigkeit, schnell auf erwartete und unerwartete Geschäftsvorfälle reagieren zu können. Im einfachsten Fall ist ein solcher Vorfall eine Statusänderung, bei der die Realität von den Erwartungen abweicht, etwa weil ein Logistikprozess unterbrochen wurde, Liefertermine nicht eingehalten werden können oder sich das Kundenverhalten geändert hat. Der nächste Schritt in diesem Prozess besteht darin, aus den Vorfällen die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Geschäftsprozesse anzupassen oder neu zu implementieren. Eine Schlüsseltechnologie in diesem Zusammenhang ist BPM. Das Ziel ist, Geschäftsprozesse in Echtzeit zu überwachen, zu steuern und sie zu ändern, sollte dies der Markt oder eine neue Geschäftstrategie erfordern.

IT-DIRECTOR: In welche Richtung geht der deutsche BPM-Markt?
Gary Calcott:
Der wichtigste Trend ist der verstärkte Einsatz von BPM über Abteilungsgrenzen hinweg. Lange Zeit war BPM darauf beschränkt, historische Ergebnisse von Geschäftsprozessen zu begutachten, um dann in einem langwierigen Verfahren später Anpassungen vornehmen zu können. Aufgrund der besseren Transparenz werden Unternehmen dazu übergehen, Geschäftsprozesse gewissermaßen in Echtzeit neu auszurichten.



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