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Andrea Dötsch, KVB

 

Kurzinterview mit Andrea Dötsch, Systemarchitektin bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB)

Andrea Dötsch

Andrea Dötsch, Systemarchitektin bei der
Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB)

IT-DIRECTOR: Wie bereiteten Sie Ihren IT-Umzug vor?
Andrea Dötsch: Oberste Priorität hatte die detaillierte Bestandsaufnahme der IT-Landschaft inklusive Systemabhängigkeiten und Datenflüsse. Der nächste Schritt bestand in der Gestaltung einzelner zusammenhängender Umzugsblöcke, die jeweils an einem Umzugswochenende ablaufen sollten. Somit wurde der Gesamtumzug entzerrt und Puffer für eventuell auftretende Probleme geschaffen. Wichtig waren hierbei regelmäßige Statusmeetings im Vorfeld, so dass auch die beteiligten Techniker zu jedem Zeitpunkt wussten, was wann zu liefern war und wie der Umzug ihres Teilbereichs ablaufen sollte.

IT-DIRECTOR: Wie aufwendig war die Durchführung, z.B. hinsichtlich zeitlicher und personeller Ressourcen?
Andrea Dötsch: Der Planungszeitraum belief sich auf ca. sechs Monate. Wobei ein interner und ein externer Mitarbeiter in Vollzeit damit beschäftigt waren. Hinzu kam die Zuarbeit der jeweiligen Fachabteilungen. Zusätzliche Unterstützung hatten wir durch den Dienstleister Junctim, welcher die Detailplanung und Projektsteuerung des Umzugs übernahm. Junctim bildete hierbei die Schnittstelle zwischen allen internen und externen Beteiligten.

IT-DIRECTOR: Haben Sie Ihre Hardware gesondert abgesichert? Wenn ja, wie genau?
Andrea Dötsch: Wir führten eine Woche vor dem Umzug und direkt vor den Shut Downs detaillierte Hardwareprüfungen durch. Hintergrund war die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit auch im Hinblick auf Gewährleistungen. Ferner konnten eventuelle Defekte noch rechtzeitig vor dem Umzug addressiert und behoben werden. Zusätzlich haben wir natürlich sämtliche SLAs für die Hardware entsprechend erhöht. Für kritische Systeme wurden beim jeweiligen Hersteller Ersatzteile bzw. Ersatzsysteme vorgehalten. Beim Transport wurde speziell auf die Ausstattung des Spediteurs geachtet. Redundante Hardware wurde auf getrennten Routen auf mehrere LKWs oder Fuhren verteilt transportiert.

IT-DIRECTOR: Was würden Sie Unternehmen, die gerade vor einem größeren ITK-Umzug stehen, gerne mit auf den Weg geben?
Andrea Dötsch: Wichtig ist insbesondere eine saubere Umzugsplanung. Ein externer Dienstleister, der sowohl in der Rechenzentrumstechnik als auch in der IT zu Hause ist, kann das gesamte Vorhaben sinnvoll unterstützen. Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass sich ein weiteres Wachstum oder Änderungen der IT-Struktur während der Umzugsplanung (neue Systeme/neue Applikationen/neue Abhängigkeiten) bis zu einem gewissen Zeitpunkt mit bereits durchgeführten Planungsaktivitäten zum Umzug überschneiden können. Ab einem gewissen Zeitpunkt ist ein Freeze der IT-Landschaft notwendig. Diese Entscheidung muss jedoch ganz bewusst vom Management formuliert werden.


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