Der Esslinger Cluster ist Teil des bwGRID-Verbundes, in dem acht Hochschulstandorte zusammengeschlossen sind. Die Nutzer der angeschlossenen Rechenzentren in Baden-Württemberg können so auf mehr als 11.000 Rechenknoten zugreifen, weil so genannte Parallelrechnercluster im bwGRID-Verbund gekoppelt sind. Dieser innovative, dezentrale Ansatz soll die Anlage- und Betriebskosten bei guter Rechenleistung senken. Teilnehmende Partner an dem durch das Land Baden-Württemberg finanzierten Verbund sind die Universitäten Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Mannheim und der Verbund Ulm/Konstanz, die Hochschule Esslingen sowie das Karlsruher Institut für Technologie und das Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS) Stuttgart.
„Das bwGRiD soll die Funktionalität und den Nutzen von Grid-Konzepten nachweisen und vor allem Organisations- und Sicherheitsprobleme überwinden“, erläutert Professor Peter Väterlein von der Hochschule Esslingen. „Am neuen Standort Esslingen ist dabei die Erschließung von Compute Grids für mittelständische Unternehmen von besonderem Interesse. Die NEC-Lösung fügt sich nicht nur nahtlos in das landesweite Grid-Konzept, sondern hat uns auch durch ihre Leistungsfähigkeit und das optimale Preis-Leistungsverhältnis überzeugt.“
Verzicht auf lokale Festplatten
Als Rechenknoten kommen 18 High-End-Server vom Typ NEC HPC X10Rc-5 mit jeweils zehn Blades mit Intel-Prozessoren zum Einsatz. Bei diesem so genannten „Diskless Cluster“ werde komplett auf lokale Festplatten verzichtet und über das Netzwerk gebootet. Das soll die Administration und das Management des Clusters erleichtern und gleichzeitig Betriebskosten sparen.
Der bwGRiD-Cluster am Standort Esslingen ist ein vollständig integriertes System vom Typ NEC LX-2400. Dazu gehört ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk basierend auf Infiniband-Technologie, das parallele Dateisystem NEC LXFS und ein von NEC entwickelter Software-Stack. Drei unabhängige Netzwerke sorgen laut Anbieter für einen reibungslosen Betrieb des Systems und eine leistungsstarke Kommunikation zwischen den Rechenknoten. Jedes Compute Blade verfüge über ein QDR-InfiniBand-Interface mit einer Transferrate von 40 GBit/s. Das InfiniBand-Netzwerk soll als 3D-HyperCube aufgebaut sein. Diese Topologie weise Vorteile wie kurze Weglängen, einfaches Routing und mehr Wegalternativen für eine erhöhte Fehlertoleranz auf.
Neben dem HPC-Netzwerk existiert eine vollständige Gigabit-Ethernet-Vernetzung der Knoten, heißt es, um eine optimale Administration und einen schnellen Bootvorgang über das Netzwerk zu gewährleisten. Für Managementzwecke sind alle Knoten über ein dediziertes Fast-Ethernet-Netzwerk miteinander verbunden, und die Erreichbarkeit der Managementprozessoren (BMC) der Rechenknoten ist sichergestellt.
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