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Michael Auerbach, T-Systems

 

Kurzinterview mit Michael Auerbach, Leiter CSS bei T-Systems und weltweit verantwortlich für alle Computing Services von T-Systems in rund 100 Rechenzentren

Michael Auerbach

Michael Auerbach, Leiter CSS bei T-Systems

IT-DIRECTOR: Was sollten IT-Verantwortliche bei der Planung und Durchführung eines Umzugs ihrer Unternehmens-IT bzw. ihres Rechenzentrums vor allem beachten? Welche Fehler sollten sie unbedingt vermeiden?
Michael Auerbach: Der Umzug stellt aus technischer Sicht einen gravierenden Eingriff in die IT-Produktion dar. Daher sollte eine 1:1-Verlagerung durchgeführt werden, ohne dass im gleichen Zug Veränderungen in den Applikationen oder "Prozessoptimierungen" stattfinden. Jedoch kann der Umzug der Unternehmens-IT durchaus für die Aktualisierung der IT-Technologie genutzt werden, sofern dies nicht zu unangemessenen Risiken führt.

IT-DIRECTOR: Mit welchen Ausfallszeiten muss bei einem kompletten ITK-Umzug schlimmstenfalls gerechnet werden?
Michael Auerbach: Die Ausfallzeit hängt von der Verlagerungsmethode ab. Wird die Hardware verlagert (box move), setzt sich die Ausfallzeit aus den Zeiten für Abschaltung, Deinstallation, Transport, Installation, Infrastrukturtest und Wiederanlauf zusammen. Typische Werte hierfür sind 24 bis 48 Stunden. T-Systems baut in der Regel die Hardware am Zielstandort bereits auf, führt die Infrastrukturtests vor der Verlagerung durch und zieht die Daten mittels Leitung um (data move). Damit reduziert sich die Ausfallzeit auf 6 bis 24 Stunden, je nach Art und Umfang der umzuziehenden Assets.

IT-DIRETOR: Wie greifen Dienstleister den IT-Verantwortlichen beim Umzug unter die Arme?
Michael Auerbach: Der Umzug wird als Projekt durchgeführt. Wir bringen hierbei die Projekterfahrung aus vielen RZ-Verlagerungen sowie die technische Kompetenz aus der IT-Produktion ein.

IT-DIRECTOR: Umzüge bieten oftmals eine Gelegenheit zum Ausmisten – von welchen Altlasten sollten sich IT-Verantwortliche trennen, welche Neuanschaffungen sollten sie tätigen?
Michael Auerbach: Bei den Hardware-Assets empfiehlt sich die Virtualisierung von Servern. Da dies meist mit einem Technologie-Upgrade verbunden ist, erfolgt zeitgleich die Software-Aktualisierung des Operating Systems und systemnaher Software. Hierbei unterstützen wir in der Planung und Durchführung der Migration.

IT-DIRECTOR: Was passiert in der Regel mit der Hardware eines Unternehmens, dass sich für ein komplettes ITK-Outsourcing entschieden hat?
Michael Auerbach: Im Regelfall werden die Assets von T-Systems übernommen. Die Abschreibung der Restbuchwerte ist im Business Case enthalten. Über die Weiterverwendung der Hardware wird individuell entschieden.


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