ITD: Was muss eine DLP-Lösung Ihrer Meinung nach leisten?
F. Brandenburg: Eine DLP-Lösung muss Antworten auf die zentralen W-Fragen liefern: Welche Daten im Unternehmen sind vertraulich? Wo sind diese Daten gespeichert? In welchen Geschäftsprozessen werden diese Daten genutzt? Wer ist berechtigt, auf sensible Daten zuzugreifen? Welche Sicherheitsregeln gibt es für den Umgang mit unternehmenskritischen Daten? Auf welchen Kommunikationswegen verlassen die Daten das Unternehmen?
Entscheidend ist die Kombination von Content und Kontext: Mit einer DLP-Lösung, wie sie Websense mit der Data Security Suite anbietet, wird festgelegt, welche Mitarbeiter in welchen Geschäftsprozessen, die vertraulichen Daten verwenden dürfen. Dazu gehören auch Sicherheitsanweisungen, die regeln, wohin und auf welchem Weg sensible Daten verschlüsselt übermittelt werden dürfen.
ITD: Warum ist das augenblickliche Interesse an DLP kein kurzfristiger Hype?
F. Brandenburg: Seit geraumer Zeit ist eine drastische Zunahme der Datenpannen zu verzeichnen: Banken, Finanzdienstleister, Telekommunikationsunternehmen, öffentliche Einrichtungen und Web-2.0-Plattformen müssen in der Öffentlichkeit gestehen, dass ihnen vertrauliche Daten abhanden gekommen sind. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein neuer gravierender Fall bekannt wird. Der Imageschaden für die Unternehmen ist enorm, denn die Kunden verlieren das Vertrauen, dass mit ihren Daten verantwortungsvoll umgegangen wird.
Unternehmen müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist. Technische Lösungen, um Datenverluste wirksam zu verhindern, stehen bereit und müssen nur eingesetzt werden.