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SAP-Rollout für Yazaki in Rumänien

 

Dortmund, 21. Juli 2010 – Um Geschäftsprozesse und Unternehmens-IT international zu harmonisieren, stellt der Automobilzulieferer Yazaki derzeit im Rahmen eines europäischen SAP Rollouts insgesamt 25 europäische Standorte mit bis zu 2.000 Beschäftigten auf SAP um (siehe DV-Dialog 11/2007). Derzeit findet der Rollout in Rumänien statt.

Salim Siddiqi

CIO Salim Siddiqi hat sich
gegen einen Big Bang und für
eine gesplittete SAP-Einführung
im Werk Ploiesti entschieden.

Ziel des ehrgeizigen SAP-Projektes, das mit Unterstützung des SAP-Partners Uniorg realisiert wird, ist eine europaweit einheitliche Systemlandschaft mit konsolidierten Stammdaten, einer zentralen Lösung für alle betriebswirtschaftlichen Aufgaben sowie zahlreichen Hilfsmodulen für den Datenaustausch (Uniorg), die Konstruktion (CAD) oder die Ablaufsteuerung.

Im rumänischen Werk Ploiesti, in dem an mehreren sogenannten „Car-Lines“ Kabelstränge für den Einbau in Kraftfahrzeugen hergestellt werden, ist eine der wesentlichen Herausforderungen, SAP stufenweise einzuführen, um das Risiko soweit wie möglich zu minimieren.

In der Regel bilden mehrere Fertigungslinien die Car-Line für einen Fahrzeugtyp. An jeder Car-Line werden so die verschiedenen Kabelstränge für den jeweiligen Kfz-Typ gefertigt. „Unter der Vorgabe der Risikominimierung haben wir uns zusammen mit Uniorg gegen einen Big Bang zu Gunsten einer gesplitteten Einführung je Car-Line entschieden“, sagt Salim Siddiqi, CIO bei Yazaki Europe. „Mit dieser Strategie haben wir das Risiko einer Kompletteinführung im Werk vermieden und damit Ausfällen in der Supply Chain vorgebeugt. Jedoch verlief der Live-Start der ersten Car-Line völlig reibungslos und wir sind überzeugt, dass wir planmäßig und sukzessive die anderen Car-Lines an das SAP anbinden und so das alte System Schritt für Schritt ablösen werden.“

In der Praxis sah das so aus, dass Uniorg bei laufender Produktion zunächst SAP für eine einzelne Car-Line installierte und zusammen mit den Yazaki-Mitarbeitern intensiv testete. Alle anderen Car-Lines liefen dabei aus den genannten Sicherheitsgründen parallel nach wie vor über das Altsystem (JD Edwards) und wurden bzw. werden nach und nach integriert.

Für diese Werk-im-Werk Implementierung musste die gesamte Logistik von der Beschaffung, der Wiederauffüllung über die Produktion und Lagerung bis hin zum Versand betriebswirtschaftlich getrennt werden, was zu den weiteren großen Herausforderungen des Projektes zählte. Auch war die Kunden- und Lieferantenanbindung an zwei Systeme zu realisieren, sowie eine EDI Separierung und zusätzliche Schnittstellen im Finanzbereich. „Der große Vorteil dieser stufenweisen Einführung besteht darin, dass wir jetzt neben der in vorangegangenen Rollouts erfolgreich eingesetzten Big Bang-Methode eine zweite Strategie für den weiteren Rollout etabliert haben“, so Siddiqi.  „Deshalb können wir jetzt von Fall zu Fall eins der beiden Konzepte für die nächsten Standorte anwenden.“

www.uniorg.de

 

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